Iaido News

Dojocheck, aber wie?

Reicht das als Dojo?Nun, es soll also wirklich Iaido werden. Iaido kann schwerlich aus Büchern gelernt werden (don’t try this at home!). Also muss ein Dojo her. Wie soll man das richtige, authentische, beste Dojo finden? Ein Dojo ist nicht nur ein simpler Trainingsraum, sondern man geht dort zum Erlernen gewisser Dinge hin. Man benötigt einen fähigen Trainer. Die richtige Lage wäre auch nicht schlecht. Und vielleicht sind auch die Mitübenden nicht ganz unwichtig beim Ganzen. Wer will mit irgendwelchen Zombies zusammen trainieren, denen man sonst nicht einmal einen »Guten Tag« wünschen würde?Trainer ok?Nun, als ich mir selbst ein Dojo gesucht habe, bin ich nach Anmeldung zur Trainingsstunde gegangen und habe ein Probetraining gemacht. Das war sehr aufschlussreich. Ich konnte den Lehrer »fühlen«. Inwieweit ist er auf mich eingegangen? Zeigte er Erfahrung und Kompetenz? War das Gesagte passend und individuell, oder nur daher gesagt? War ich nur als »Besucher« anwesend oder als akzeptierter Neuling in der Gruppe (jeder hat irgendwann angefangen).

Sind das die Richtigen?Das bringt mich gleich dazu, das Hauptaugenmerk auf die Gruppe der Trainierenden zu richten. Beobachte ruhig die Leute, die um Dich herum sind. Manchmal ist der Lehrer charismatisch, aber die Teilnehmer im Dojo haben Ihre Macken, wirken abweisend (schon wieder ein Anfänger, Schüler, Student, brauchen wir das?), hochnäsig usw. Das deutet darauf hin, dass die Gesamtheit des Dojos unerträglich werden wird. Wenn Du Dich unbehaglich fühlst, im Grunde immer alles herunterschluckst, z.B. wegen des Ertrages, dann kannst Du gleich auf eine Ölplattform arbeiten gehen, das ist eine ähnliche Situation. Freundliche Anteilname, sogar Einbindung in das Gesamttraining zeigt doch eher, dass hier der Stand eines Jeden ernst genommen wird. Das zeigt deutlich, dass alle das Gefühl haben, viel lernen zu können (zu müssen?).

Ist das Dojo zu groß?Nicht ganz unerheblich ist die Räumlichkeit, in der Du trainieren wirst. Für Iaido ist ein Mattenraum nicht so toll. Das findet man häufig bei Aikidoübenden, die mal eine Stunde Iaido üben. Da werden die Matten nicht weggeräumt. Und so wurschtelt man auf den Matten herum und verdirbt sich die Fußarbeit, ehe der ganze Spaß begonnen hat. Katastrophal sind Räume, die eine recht geringe Deckenhöhe aufweisen. Für Karate und andere Kampfkünste geeignet, aber für schönes Ausholen beim Schnitt zu knapp, machen sie Deinen Stil garantiert für Jahre kaputt. Ein Dojo, das zu eng ist beschneidet deine Bewegungsfreiheit (und die der anderen auch). Von Sicherheitsaspekten ganz abgesehen. Lass Dich auch nicht blenden von einem perfekt japanischem Outfit des Übungsraumes. Das ist gut für das Flair, aber nützt es dem Üben? Eine nette, normale Sporthalle tut es viel besser, denn es kommt auf Dich an und nicht auf Dekoration.

Das sind nur ein paar Aspekte, an die Du denken kannst. Wie sieht es mit Deinem Einsatz aus? Kannst Du Dir vorstellen, eine Stunde und mehr bis zu deinem Traum-Dojo hinzufahren? Dort trainieren und zuhause weiterüben? Dann könntest Du bestimmt auch ein paar mehr Dojos austesten. Probiere es, denn ein guter Unterricht zahlt sich auf Dauer mehr aus, als ein halbherzig durchgeführter gleich in Deiner Nähe, der aber auf Dauer nix bringt.

Nun kommen wir zum Kern der Fragestellung. Wo denn nun trainieren? Wenn du stilistisch nicht festgelegt bist, dann kannst auf den Websites der großen Verbände Deutschlands sicher Dojo-Adressen finden. Ansonsten ist »Google Dein Freund«. Einfach Iaido + Ort eingeben und mal schauen.

Kommentare

  • Der Alte

    Gier, Hass und Verblendung sind des Menschen Untergang.
Anzeige
Anzeige