Iaido-News Gastbeitrag: ZEN-Garten Aarhus
Geschrieben am Montag, 25. August 2008
Unseren alljährlichen Sommerurlaub in Dänemark an der Odderküste, nahe Aarhus, nutzten wir, um den Japanischen Garten Dänemarks zu besuchen. Verkehrsgünstig an der Fernstraße 180 gelegen, cirka 11 km von Aarhus entfernt, war die Anreise — dank „Navi“ - kein Problem.Der kostenpflichtige Zugang führt erst einmal durch einen Laden mit einer Menge überteuertem Kunstgewerbe und Möbeln aus Fern Ost und Südostasien. Aber dann, nach der letzten Pforte - wohltuende Stille. Die wenigen Besucher verstreuen sich schnell über das große Gelände.
In der Anlage wurde versucht, verschiedene Aspekte japanischer Gartenbaukunst nachzubilden: Wasserbecken mit Koi, der Teegarten, der Steingarten, der Meditationsgarten. Es gibt natürlich auch einen Wasserfall.
Die Teile gehen mit fließenden Grenzen ineinander über und sind mit einigen, auch englischsprachigen, Erklärungen versehen. Über den Garten verteilt stehen Bänke und überdachte Lauben zur Verfügung, um anzuhalten und den Eindruck wirken zu lassen. So inspirierte das Bild mit dem gewundenen unregelmäßigen Steinpfad zum Titel »Der harte Weg des Budo«.
Insgesamt hinterbleibt für einen japanischen Garten in Europa ein positiver Eindruck.
In einigen Details, die grün überzogene Steinlaterne, das Moos zwischen den Bohlen der Brücke, die gesprungenen Bambusrohre, kommt der Garten dem Ursprung recht nah. Ich habe Gärten gesehen, die zwar perfekt kopiert, aber letztendlich seelenlos waren. Und so wird dieser Garten in ca. 200 Jahren recht annehmbar sein. Japanische Gärten sind in ihrem Gesamtbild weniger das Produkt ausgefeilter Planung als das Ergebnis jahrhundertelanger Pflege.
Eine weiter führende (für den des Dänischen Unkundigen auch englischsprachige) Webseite ist unter www.danmarksjapanskehave.dk zu finden.
Artikel von Karsten Kerkau, Hamburg
Bilder und Rechte an denselben
by Karsten 2008
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