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Die Formen der Seitei-iai in Kanji (Teil 3)

Erläuterung zu den Kanji von Sanpogiri, Ganmenate und Soetetsuki

Sanpogiri

Sanpogiri)

Bei dem ersten Kanji von Sanpogiri muß man wohl nicht lange raten, was es bedeutet: Es steht schlicht und einfach für die Zahl 3, auf Japanisch „-san“ oder „-mi“, je nach Zusammenhang. Das zweite Kanji steht für „-ho“: Richtung/Seite und wird auch „-kata-“ gelesen (was aber nichts mit unseren „Katas“, also Formen, zu tun hat). Da direkt davor ein Nasal - hier ein „-n“ - steht, verändert sich der Anfangsbuchstabe und wird zu „-po“. Und das Zeichen für Schnitt „-kiri“, hier „-giri“ gelesen, ist bereits von Kesagiri her bekannt. Zusammen also ein „Schnitt in drei Richtungen“.

Ganmenate

Ganmenate)

Das erste Kanji ist hierbei schon recht komplex und besteht aus zwei Einzelteilen, die gemeinsam „Gesicht“ bedeuten: „-gan“ oder „-kao“ ausgesprochen. Wird auf Japanisch allerdings vom Gesicht gesprochen, lautet die richtige Vokabel „Ganmen“. Eigentlich handelt es sich dabei um eine Doppelung, da „-men“ (oder „-omote“) ebenfalls Gesicht oder Maske bedeuten. Das Wort „-men“ dürfte ebenfalls aus dem Kendo bekannt sein. Grob kann man bei diesem Kanji sogar noch die Herkunft von einer Maske bzw. einem Gesicht erahnen. „-ate“, der „Stoß“, ist das gleiche Kanji wie bei „Tsukaate“. Übersetzen läßt sich das Ganze mit „Stoß in das Gesicht“.

Soetetsuki

Soetetsuki)

Wieder eine Form, die mit drei Kanji geschrieben wird, wobei zwei davon bereits bekannt vorkommen sollten. Das Kanji „-soe(ru)“ (oder „-ten“) bedeutet „hinzufügen“ oder „begleiten“. Was hierbei hinzugefügt wird, ist in diesem Fall die Hand (-“te“) zum Stich „-tsuki“, wie schon in Morotetsuki. War es dort ein Stich mit beiden Händen, ist Soetetsuki der Stich mit Hilfe der hinzugefügten Hand.

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